Du musst nicht alles im Griff haben – warum Loslassen so schwerfällt und trotzdem guttun kann

Home

Über uns

Kennst du dieses Gefühl?

Eigentlich ist für heute alles erledigt. Du sitzt auf dem Sofa, der Tag könnte langsam ausklingen – aber dein Kopf hat andere Pläne.

Was muss ich morgen erledigen?

Habe ich wirklich an alles gedacht?

Was ist, wenn etwas nicht funktioniert?

Was, wenn jemand anders reagiert, als ich es erwartet habe?

Und während dein Körper längst Feierabend hätte, läuft in deinem Kopf die nächste Schicht.

Vielleicht gehörst du auch zu den Menschen, die gerne alles im Griff haben.

Das ist zunächst einmal überhaupt nichts Schlechtes. Verantwortung zu übernehmen, vorauszudenken und Dinge gut zu organisieren, sind wertvolle Fähigkeiten.

Schwierig wird es erst, wenn aus Verantwortung das Gefühl entsteht:

„Ich muss alles kontrollieren, damit nichts schiefgeht.“

Denn es gibt einen entscheidenden Unterschied zwischen Verantwortung und Kontrolle.

Warum Kontrolle uns Sicherheit gibt

Wir Menschen mögen Vorhersehbarkeit.

Wenn wir wissen, was passiert, können wir uns vorbereiten. Wir fühlen uns sicherer.

Deshalb planen wir.

Wir schreiben Listen.

Wir organisieren.

Wir überlegen voraus.

All das ist sinnvoll.

Doch manchmal versuchen wir, diese Kontrolle auch auf Bereiche auszudehnen, die sich gar nicht vollständig kontrollieren lassen.

Zum Beispiel:

Wie andere Menschen über uns denken.

Wie jemand auf unsere Entscheidung reagiert.

Ob ein Plan wirklich aufgeht.

Wie sich eine Beziehung entwickelt.

Was nächste Woche passiert.

Oder ob eine Entscheidung, die wir heute treffen, auch in einem Jahr noch richtig sein wird.

Und genau hier beginnt Kontrolle anstrengend zu werden.

Denn plötzlich versuchen wir, Sicherheit für etwas herzustellen, das sich nicht vollständig absichern lässt.

Wenn der Kopf ständig vorausläuft

Vielleicht kennst du diese Gedanken:

„Was ist, wenn …?“

„Und wenn dann …?“

„Ich muss vorher noch …“

„Ich sollte lieber …“

Aus einem einzigen Gedanken entstehen fünf neue.

Unser Kopf spielt mögliche Situationen durch, obwohl sie noch gar nicht eingetreten sind.

Natürlich kann Vorausdenken hilfreich sein.

Aber irgendwann lösen wir Probleme, die wir möglicherweise niemals haben werden.

Das kostet Energie.

Und vor allem nimmt es uns aus dem Moment heraus, in dem wir uns gerade tatsächlich befinden.

Während wir versuchen, das Morgen zu kontrollieren, verpassen wir manchmal das Heute.

Verantwortung ist nicht dasselbe wie Kontrolle

Dieser Unterschied ist mir besonders wichtig.

Verantwortung bedeutet:

Ich kümmere mich um das, was ich beeinflussen kann.

Kontrolle bedeutet häufig:

Ich versuche auch das zu beeinflussen, was gar nicht in meiner Hand liegt.

Ich kann mich beispielsweise gut auf ein Gespräch vorbereiten.

Aber ich kann nicht vollständig bestimmen, wie mein Gegenüber reagiert.

Ich kann eine Entscheidung sorgfältig abwägen.

Aber ich kann nicht garantieren, dass sich später alles genauso entwickelt, wie ich es mir wünsche.

Ich kann mein Bestes geben.

Aber ich kann nicht jeden Ausgang bestimmen.

Diese Grenze anzuerkennen, kann zunächst unangenehm sein.

Gleichzeitig kann genau darin eine enorme Entlastung liegen.

Loslassen bedeutet nicht Aufgeben

Das Wort „Loslassen“ wird sehr häufig verwendet.

Fast so, als müsse man nur beschließen:

„Ab heute lasse ich los.“

So einfach ist es natürlich nicht.

Und Loslassen bedeutet auch nicht:

„Ist mir egal.“

Es bedeutet nicht, Verantwortung abzugeben.

Es bedeutet nicht, wichtige Dinge zu ignorieren.

Und es bedeutet schon gar nicht, passiv durchs Leben zu gehen.

Loslassen kann vielmehr bedeuten:

Ich habe getan, was ich tun konnte – und den Rest kann ich im Moment nicht beeinflussen.

Das ist ein großer Unterschied.

„Ich kann einfach nicht abschalten“

Diesen Satz höre ich auch im Zusammenhang mit meiner Arbeit bei MentalRaum immer wieder.

Manche Menschen beschreiben es so:

Der Körper sitzt auf dem Sofa.

Aber der Kopf sitzt noch im Büro.

Oder bereits beim morgigen Termin.

Oder bei einem Gespräch von gestern.

Gedanken lassen sich jedoch nicht einfach auf Knopfdruck ausschalten.

Der Versuch, unbedingt nicht mehr denken zu wollen, kann sogar dazu führen, dass wir uns noch stärker mit unseren Gedanken beschäftigen.

Vielleicht geht es deshalb weniger darum, den Kopf „auszuschalten“.

Sondern darum, die Aufmerksamkeit für eine Weile anders auszurichten.

Was hat Hypnose damit zu tun?

Hypnose

Rund um Hypnose existiert noch immer ein großes Missverständnis:

Viele Menschen glauben, Hypnose bedeute Kontrollverlust.

Vielleicht kennst du Bilder aus Filmen oder Bühnenshows, bei denen Menschen scheinbar willenlos Dinge tun, die jemand anderes ihnen vorgibt.

Mit der Hypnose, wie wir sie bei MentalRaum verstehen und einsetzen, hat dieses Bild wenig zu tun.

In Hypnose bleibt der Mensch ansprechbar und behält seine eigene Entscheidungsfähigkeit.

Die Aufmerksamkeit wird vielmehr stärker fokussiert und nach innen gerichtet.

Äußere Reize können dabei für eine Weile weniger wichtig werden.

Und genau das empfinden viele Menschen als angenehm.

Für einen Moment muss nicht alles gleichzeitig Aufmerksamkeit bekommen.

Nicht der nächste Termin.

Nicht die Einkaufsliste.

Nicht die Nachricht auf dem Handy.

Nicht das Problem von morgen.

Die Aufmerksamkeit darf bei einem selbst sein.

Hypnose kann dabei unterstützen, Entspannung zu fördern, innere Ressourcen bewusster wahrzunehmen und sich mit gewohnten Denk- und Reaktionsmustern auseinanderzusetzen.

Dabei geht es nicht darum, Kontrolle abzugeben.

Vielleicht geht es manchmal sogar darum, wieder bewusster zu entscheiden, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten möchten.

Darüber spreche ich auch bei „1 Minute MentalRaum“

Genau solche Alltagsthemen greife ich regelmäßig in meinen kurzen Videos auf unseren Social-Media-Kanälen auf.

In „1 Minute MentalRaum“ geht es montags, mittwochs und freitags für ungefähr eine Minute um Gedanken, Gewohnheiten, Selbstwert, Stress, innere Ruhe, Coaching und natürlich auch Hypnose.

Nicht als Anleitung für ein perfektes Leben.

Und auch nicht mit dem Anspruch, komplexe Themen in 60 Sekunden zu lösen.

Vielmehr möchte ich einen kleinen Gedanken mitgeben.

Eine Minute innehalten.

Eine Frage stellen.

Oder vielleicht eine andere Perspektive anbieten.

Wenn du MentalRaum auf Instagram oder Facebook folgst, findest du dort regelmäßig neue „1 Minute MentalRaum“-Videos und kleine Gedanken für zwischendurch.

Vielleicht begegnet dir dort irgendwann genau der Satz, den du an diesem Tag gebrauchen kannst.

Eine kleine Übung: Drei Kreise

Wenn dich gerade etwas beschäftigt, kannst du eine einfache Übung ausprobieren.

Nimm ein Blatt Papier und teile deine Gedanken gedanklich in drei Bereiche ein.

1. Das kann ich beeinflussen.

Was kannst du konkret tun?

Vielleicht ein Gespräch führen.

Eine Entscheidung treffen.

Dich vorbereiten.

Eine Grenze setzen.

Oder um Unterstützung bitten.

2. Das kann ich teilweise beeinflussen.

Hier kannst du deinen Teil beitragen – aber das Ergebnis hängt auch von anderen Faktoren oder Menschen ab.

Tu deinen Teil.

Aber versuche nicht, auch den Teil der anderen zu übernehmen.

3. Das kann ich nicht beeinflussen.

Und genau hier liegt die Herausforderung.

Vielleicht darf die Aufgabe dann nicht lauten:

„Wie bekomme ich das trotzdem unter Kontrolle?“

Sondern:

„Wie möchte ich damit umgehen, dass ich es nicht kontrollieren kann?“

Das ist eine vollkommen andere Frage.

Du musst nicht jedes Problem heute lösen

Manche Dinge dürfen warten.

Manche Antworten entstehen erst später.

Und manche Situationen lösen sich sogar, ohne dass wir permanent über sie nachdenken.

Das bedeutet nicht, gleichgültig zu werden.

Es bedeutet, mit der eigenen Energie bewusster umzugehen.

Vielleicht musst du heute noch nicht wissen, wie die nächsten sechs Monate aussehen.

Vielleicht reicht es, zu wissen, was dein nächster Schritt ist.

Und danach kommt der nächste.

Und manchmal darf „gut genug“ wirklich gut genug sein

Kontrolle versteckt sich übrigens nicht nur hinter Sorgen.

Manchmal trägt sie auch das Kleid der Perfektion.

Noch einmal überprüfen.

Noch etwas verbessern.

Noch einmal darüber nachdenken.

Noch schnell etwas erledigen.

Es könnte schließlich noch besser sein.

Natürlich spricht nichts dagegen, Dinge gut machen zu wollen.

Aber vielleicht darfst du dich gelegentlich fragen:

Wann ist gut eigentlich gut genug?

Denn wenn wir immer auf perfekt warten, übersehen wir möglicherweise, dass längst etwas Gutes vor uns liegt.

Mein Gedanke zum Schluss

Du musst nicht alles im Griff haben.

Du musst nicht heute schon wissen, was nächste Woche passiert.

Du musst nicht bestimmen können, wie andere Menschen reagieren.

Und du musst auch nicht für jedes mögliche Problem bereits eine Lösung bereithalten.

Vielleicht darfst du unterscheiden:

Was liegt in meiner Hand?

Darum kümmere ich mich.

Was liegt nicht in meiner Hand?

Dafür darf ich lernen, Vertrauen zu entwickeln.

Nicht blind.

Nicht naiv.

Sondern mit dem Wissen:

Wenn etwas kommt, werde ich mich darum kümmern, wenn es da ist.

Und vielleicht ist genau das eine Form von innerer Ruhe.

Möchtest du Hypnose kennenlernen?

Über uns

Hypnose

Home

Wenn du merkst, dass Abschalten, innere Unruhe oder festgefahrene Denk- und Verhaltensmuster für dich immer wieder ein Thema sind und du wissen möchtest, ob Hypnose oder Coaching ein möglicher Ansatz für dich sein könnte, kannst du dich gerne an MentalRaum wenden.

In einem unverbindlichen Kennenlerngespräch können wir zunächst darüber sprechen, was dich beschäftigt und ob unser Angebot zu deinem Anliegen passt. Kontakt

Und wenn du erst einmal neugierig bist:

Schau gerne bei unseren „1 Minute MentalRaum“-Videos auf Instagram und Facebook vorbei.

Manchmal beginnt Veränderung nicht mit einer großen Entscheidung.

Sondern mit einer einzigen Minute, in der du dir selbst wieder etwas Aufmerksamkeit schenkst.

Hypnose

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Dieses Feld ist ein Pflichtfeld

Dieses Feld ist ein Pflichtfeld

Dieses Feld ist ein Pflichtfeld

Bei der Übermittlung Ihrer Nachricht ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.

Sicherheitsüberprüfung

Ungültiger Captcha-Code. Versuchen Sie es erneut.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.